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ball der wünsche

ball der wünsche heidelberg_____________2011

Rhein Neckar Zeitung, Juni 2011 von Carman Oesterreich

Körpersprache beim Ball der Wünsche
Heidelberger Kinder- und Jugendtheater-Club3 präsentiert zum Abschluss ein Tanzprojekt

Wie durch ein Geisterhaus zwängt sich das Publikum im Zwinger3 durch eine Gasse mit jungen Menschen, die im Stehen schlafen, schnarchen, sich stricken und träumen. Geladen ist es zum “Ball der Wünsche”, einem sehenswerten Tanzprojekt des Heidelberger Kinder- und Jugendtheaterclubs “Club3”. Es geht darum, durch Tanz zueinander zu finden.

Wie schwierig das ist, stellen die 14 Mädchen und fünf Jungen unter der theaterpädagogischen Leitung von Catherine Guerin und Elisa Weiß ideenreich und tänzerisch ausdrucksstark dar.
Harmonie, Liebe, Anerkennung – gerade Tennager haben so viele Wünsche und zwischenmenschliche Probleme, die sich in Ihren Augen nur schwer lösen lassen. Schönheit allein reicht nicht und der Blick in den Spiegel wirft doch nur das Bild zurück, dass jeder sowieso schon von sich hat. So vielfältig die wunderbar dargestellten Typen , so vielfältig sind die Versuche, in einen Dialog zu kommen. Und “Tanzen ist Dialog”- so wird die Besonderheit dieser gesellschaftlichen Gangart mehrmals herausgestellt.

Die Traumtänzerjedoch scheinen an der Realität zu scheitern und stehen sich oft selbst im Weg. Ein Junge findet trotz ausgeklügelter Strategie kein Mädchen, eine aufgedrehte Nervensäge verdirbt es sich mit allen, manches schüchterne Mädchen taut beim Tanz etwas auf und schenkt dem Partner Ihr bezauberndes Lächeln, zieht sich dann aber sofort wieder zurück. Wiederum andere erstarren bei Brührung – bloß nicht anfassen!

Im Tanz können sie sehr schön zeigen, wie die Körpersprache dem eigenen Kopf manchmal einen Streich spielt – und umgekehrt. Auf ein Happy End wartet man vergebens, zu weit stehen Junge und Mädchen am Ende auseinander. Aber immerhin: Sie sind einander zugewandt.

Viel Applaus vom Publikum für diese Produktion.