home
aktuelle kurse
workshops
feldenkrais
tanz
portrait
choreographien
partial magic
reading dance
radioactive
re4ms
spellbound
shadow box
stardust
rotkäppchen XS
schneekönigin
hd moves
alice
dancing for d.
schiz
two to tango
desert island d.
zauberer von oz
ball der wünsche
remote control
engel im feuer
counter fits 2
the birds club
d.o.g.s.
hyde und jekyll
schwanensee
textus
fragment 4
do you remember
narzissinnen
still moves
kontakt
datenschutz








alice im wunderland

alice im wunderland____2014

Aufführung im Englischen Institut Heidelberg März 2014

Schüler des Englischen Instituts begeisterten mit „Alice im Wunderland“ – Viele Hauptdarstellerinnen modernisieren den Klassiker Von Sarah Hoffmann „Köpfe müssen rollen, Köpfe!“ schreit die Königin zornig. Ängstlich versucht Alice sich zu verstecken – hinter einer anderen Alice, die hinter noch einer Alice steht. Acht Hauptdarstellerinnen stehen jetzt zusammen auf der Bühne. Und das ist nicht nur eine dramaturgische Spielerei, sondern zugleich eine Botschaft: Jeder Mensch hat viele Facetten. Und kann damit jederzeit eine neue Welt betreten. Etwa das Wunderland. Mit „Alice im Wunderland“ haben die Unterstufenschüler des Englischen Instituts (EI) einemoderneInterpretation des Klassikers auf die Bühne der Schulturnhalle gebracht. Dabei gelingt den gut 25 Schülern zweierlei: Einerseits spielen sie wie im Original mit den Gesetzen der Logik und erschaffen eine surreale Traumwelt, in der der Zuschauer nie genau weiß: Träumt Alice jetzt oder erlebt sie das tatsächlich? Zugleich aber aktualisieren sie das Stück und wenden es auf die heutige Zeit, auf ihre eigene Erfahrungswelt an. Die bohrenden Fragen, die Alice sich täglich gefallen lassen muss, symbolisieren hier den Leistungsdruck, den heute schon Grundschüler erleben. G8 lässt grüßen. Wie geht noch mal die zweite Strophe von „Der Mond, ist aufgegangen“? Und was ist eigentlich eineHopokalüpse?Alice will lieber vor sich hinträumen als immer nur zu lernen. Der Trick mit der achtfachen Alice erweist sich als großartige Idee. So gewinnt Alice auf ganz natürliche Weise an Facettenreichtum und das Stück an Tiefe. Netter Nebeneffekt: Nicht eine Schülerin steht im Vordergrund, sondern viele. „Es war echte Ensemblearbeit“, meint Catherine Guerin, Tänzerin und Choreografin, die für die Bewegungsübungen der kleinen Schauspieler verantwortlich war. Monika-Margret Steger, Schauspielerin, leitete das Theater. Wie in einem verrückten Traum wähnt sich der Zuschauer bei der durchaus anspruchsvollen Aufführung. Die authentische Schauspielleistung der Kinder beeindruckt viele. Das ist Schultheater auf hohem Niveau. Im Oktober letzten Jahres begannen die Proben. Ein Mal proWoche trafen sich alle – in der heißen Phase eine Woche vor der Premiere dann täglich. Und auch fernab von der Bühne trugen viele der Schauspieler zum Erfolg bei, etwa indem sie Susanne Preußmann bei Bühnenbild, Ausstattung und Kostümen unterstützten. Die Theatergruppe hatte sogar Angebote, das Stück bei Schülertheaterfestivals in der Region aufzuführen. Das lehnten die Schüler aber ab, sie wollten nicht so viel Unterricht verpassen. Was die echte Alice wohl dazu gesagt hätte?