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reading dance

reading dance___________________________________2018

Aufführung vom 08.07.2018 Freier Tanz im Delta: Der dritte Abend thematisiert den Menschen und sein Verhältnis zum Leben / Ton schafft starke atmosphärische Übergänge

Ausgefeilte Bewegungsstudien
Von unserer Mitarbeiterin Nora Abdel Rahman

Die erste Woche voller Tanz ist geschafft. Viele Geschichten werden auf dem Festival Freier Tanz im Delta in Bewegung umgesetzt. Sie handeln vom menschlichen Treiben, den Zwängen gesellschaftlicher Verhältnisse und den Widerständen gegen sie. Sie handeln auch vom eigenen Selbst oder der eigenen Unzulänglichkeit.

Feines Gewebe aus Zeichen
Am dritten Abend von Freier Tanz im Delta kreisen vier Arbeiten um den Menschen und sein Verhältnis zum Leben. Nur eine Arbeit setzt sich thematisch von der Selbstbefra- gung ab und verhandelt den Tanz als Medium selbst.
In „Reading Dance“ von Catheri- ne Guerin und Elisabeth Kaul geht es um die Frage, wie ein Publikum Tanz verstehen kann. Was lesen wir, wenn wir Tanz sehen? Und wie blicken wir auf den Tanz als wandelbares Ereignis? Auf der Bühne setzt die Tänzerin Elisabeth Kaul mit ihrem Körper ein feines Gewebe aus Zeichen in den dunklen Raum, der wie eine Black Box wirkt. Durch die Beleuchtung wird ihr Körper und ihr schlichtes Kostüm – dunkle Hose, rotes Top – bald stärker, bald schwächer hervorgehoben. Und was erzählt die Musik? Geräusche sind zu hören, als ginge die Lauschende durch eine Stadt mit wechselnden akustischen Räumen: Ein Tunnel vielleicht und das Dröhnen der immerzu laufenden Motoren erscheint seltsam gedämpft. Dann regnet es. Oder kommt das Plätschern von einem Brunnen, an dem die Tänzerin vorbeiläuft?
Hier wird Perspektive thematisiert und verhandelt. Sie scheint im jeweiligen Moment auf, in dem das Licht und der Ton, den tanzenden Körper im Raum zeigt. Schon im nächsten Moment ist das Licht wie der Ton verändert und lässt Körper und Tanz in einem anderen Verhältnis aufscheinen. Was diese Arbeit vor allen anderen auszeichnet, ist die Verknüpfung aller Ebenen; Raum und Zeit durch Licht und Sound und die Tanzende in Beziehung zu diesem Gefüge.
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